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Künstlerinnen F.Ausstellung

Michaela Schwarz-Weismann

»In meinen Arbeiten geht es darum ein hyperkapitalistisches, patriarchales Turbosystem gedanklich zu beruhigen. Der Körper ist dabei Bild für unsere Gesellschaft.«

Michaela Schwarz-Weismann, in Innsbruck geboren, lebt seit längerem in Wien. Nach einem Architektur- und Design-Studium bei Willhelm Holzbauer, Paolo Piva und Borek Sipek an der Angewandten, das sie mit Auszeichnung abschloss, zog es sie nach London. Dort widmete sie sich im Zuge eines Masterstudiums am Royal College of Art intensiv und nahezu ausschließlich der Malerei. Dieser Schritt war essentiell. Als Malerin erfasst Michaela Schwarz-Weismann detailreichste Strukturen ganz genau um diese dann großzügig und zugleich unglaublich präzise räumlich anzuordnen, beispielsweise in den Serien „Sleeping Men“, „Turn“ oder „All I can offer is silence“.

Diese Arbeiten haben neben all ihrer malerischen Finesse einen stark konzeptuellen Hintergrund und werden oft von eigenständig performativen und installativen Werken ergänzt. Sowohl inhaltlich als auch formal werden Themen vielschichtig betrachtet, vertieft, assoziativ auf anderen Ebenen weiter formuliert. In diesem Kontext sind auch die fortlaufend entstehenden Porträserien „Second Thoughts“ zu sehen, die in einem zweiten Schritt zu Videoarbeiten verdichtet, einmal mehr die Essenz der jeweiligen Persönlichkeiten zu erfassen scheinen, dem Narrativen dabei genügend Raum lassen.

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Clara Khevenhüller

Das Werk das Clara bei der Art Vienna präsentiert, ist ein Stillleben von Obst in einem Plastiksack. Obst war ikonographisch gesehen bei klassischen Gemälden oft ein Zeichen von Weiblichkeit und Fruchtbarkeit. Clara beobachtet die alten schönen und pompösen Stillleben und stellt sich vor, wie man heute dasselbe Motiv ausschauen könnte. Mit ihrer Interpretation stellt Sie die Weiblichkeit in Frage.

Clara Khevenhüller, 1990 in Madrid geboren, lebt und arbeitet in Wien. 2015 graduierte sie von der Parsons Universität in Paris, wo sie bildende Kunst studierte. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Malerei, ins besondere einer wahrheitsgetreuen Darstellung von Volumen und Flächen. Sie war in nationalen/internationalen Ausstellungen vertreten: Solo-Austellung (For Women Only Network, Off-Space Wien, 2021) Outdoor Gruppenausstellung “Welcome (Back) to Campus” (Wirtschafts- universität Wien, gemeinsam mit dem Metropolitan Artclub, 2021), Solo-Austellung “MÍMESIS”, Schlumberger Art Floor, Wien, 2019), Solo Booth Präsentation (Art Bodensee, Bodensee 2019) „Lux- ury Store Opening“ (Steindlgasse 2, Private Space 2019), „St.Petersburger Erhängung“ (IKO Art Space, Wien 2018), „Between Nowhere and Elsewhere“ (Gallery EOF, Paris 2015), Group Show (GMIE Marie de Paris, Paris 2014), „Passage et Séquences“ (GMIE Marie de Paris, Paris 2013)

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Teresa Grandits

»Etwas zu sagen ist das Eine. Etwas zu leben ist alles Andere.«
#province of imagination hath long since been surrendered to us. #JudithSargantMurray

Teresa Grandits transferiert in ihrem Schaffen Gegebenheiten der Gegenwart in einen ironischen, künstlerischen Kommentar und setzt dadurch sozial relevante Themen in den Kunstkontext. Die Künstlerin arbeitet interdisziplinär, schafft konzeptionelle Kunstwerke und fokussiert sich auf Skulpturen, Digitale Prints und Textile Kunst.
Teresa Grandits setzt sich mit der Beziehung und deren Entwicklung "unter Gleichen" auseinander bzw. diskutiert diese, womit sie einen ironischen, künstlerischen Kommentar zur Gegenwart gesellschaftlich relevanter Themen in den Kunstkontext überträgt. Die Künstlerin setzt Schwerpunkte auf interdisziplinäre, kontextuelle Arbeiten und konzentriert sich auf Skulpturen, Digitaldrucke und Textilkunst.

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Kata Oelschlägel

»Ich versuche ein ästhetisches Bild für den Betrachter zu schaffen, um eine sanftere Annäherung an das gesellschaftliche Tabu zu gewehrleisten und diesem damit die Dramatik zu nehmen.
Ich möchte Grenzen auflösen nicht verhärten, Einheit schaffen, den Menschen an der Hand und Stück für Stück an die Themen der eigenen verletzlichen Körperlichkeit heranführen.«

Die Künstlerin Kata Oelschlägel knüpft in ihren Werken an den Wiener Aktionismus der 60er und 70er Jahre an und transferiert diesen in moderne Formen. Wenn auch die radikale Vorgehensweise der Wegbereiter jener Bewegung von unabdingbarer Wichtigkeit war, um den Damm des gesellschaftlichen Schweigens zu brechen, so kommt sie in ihrer künstlerischen Arbeit nicht umhin, zu erkennen, dass ein modern gedachter Wiener Aktionismus der Versöhnung verpflichtet ist.

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Ona B.

© Jeff Mangione, Kurier
ONA B. Diamond of Iceland“ 2021, © Ona B

»So wie das Phänomen der Zeit nur in unseren Köpfen existiert,
so kann die eigene Vision nur im eigenen Inneren gefunden werden
und über die Verbindung von Gegensätzen Kunst werden.«

ONA B. zählt als Mitgründerin der Gruppe DIE DAMEN zur feministischen Avantgarde. Ein Markenzeichen ist federleichter, hintergründiger Humor. Seit den 1980er Jahren bearbeitet sie solo und in diversen kollaborativen Konstellationen transmedial poetische und gesellschaftsreflektive Inhalte. ONA B. agiert oft prozessorientiert, inszeniert Performances, parodistische Events, Foto- und Videoserien und hat mit der Formation DIE DAMEN das Genre des Tableau Vivant, des lebenden Bildes, ins Medienzeitalter übersetzt. Ihre Live-Interpretationen vom Rollenspiel der Geschlechter, die Kommentare zum Status der Frau im Kunstbetrieb und in der Gesellschaft sind pointiert, kritisch, humorvoll und voll Selbstironie.

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Julia Avramidis

© Katharina Stögmüller

IM ATELIER WARTET MEIN KÖRPER AUF MICH.ER IST MEIN FREUND,MEINE FREUNDIN,MEIN AUGE,MEINE HAND.
ER IST VIELES.
ANWESENHEIT,ABWESENHEIT.
DIES,DAS.
ER FLATTERT IM WIND.ER TRÄGT EIN HEXENHEMD.
DAS REINE GLÜCK.

Julia Avramidis wurde als Tochter des griechisch- österreichischen Bildhauers Joannis Avramidis und der Bildhauerin Annemarie Avramidis geboren. Studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Wolfgang Hollegha, Betriebs- und Wirtschaftslehre und Jura in München und Wien.

Ihre Bilder sind nie abschließend erklärbar, es gibt keine einfache Auflösbarkeit für ihre Rätsel und Geheimnisse. Schnell hingeworfen anmutend lassen die Collagen in der Tiefe Leben erkennen, verborgen unter den Schichten der Materialien. Die Bilder zeigen Landschaften und immer wieder das Meer, Figuren, mehr oder weniger sichtbar. Ihre Landschaften, gemalt im Stil der lyrischen Abstraktion, manchmal kalligrafisch, sind nicht real, eher arkadisch und weit, wie aus einer anderen Zeit. Gips und Gaze schieben sich auf Flächen und Gittern in Falten und Formen zusammen. Zunächst abstrakt beginnen sich die Figuren in Schichten immer deutlicher abzuheben und fangen an ihre Geschichten zu erzählen. Die Verbindung von Julia Avramidis zu Griechenland führen sie immer wieder in die Geschichte ihrer Familie, zu dem Leben in der Diaspora, zu Flucht und Vertreibung.

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